Neuzugang in der temporären Schaufenster–Galerie   „Bednar“

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OGA  Offene Galerie ardizón
präsentiert die Ausstellung „plants - art -  plants“  
Arbeiten des Künstlers Daque    

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Schaufenster-Galerie Bednar |1170 Wien | Hernalser Hauptstraße 59-61
täglich zu besichtigen von 0-24 Uhr

 

Die Ausstellung  „plants- art - plants“  thematisiert die Verbindung von künstlich geschaffener, verfremdeter Natur (Zimmerpflanzen) mit künstlerisch verfremdeten realen Abbildungen der Umgebung durch Malerei. 

Durch das Zusammenbringen dieser zwei Komponenten entsteht eine vermeintliche Symbiose, die sich für den Betrachter zunächst harmonisch abbildet. Die künstlichen Naturinstallationen, die auf den ersten Blick vielleicht als gewöhnliche, kultivierte Zimmerpflanzen erscheinen, werden im Schaufenster zu Kunstobjekten stilisiert, die in Bezug zu den Inhalten der Malerei des Künstlers treten. Diese bewusst konstruierte Zweckentfremdung von unterschiedlichen Objekten durch künstlerische Mittel spiegelt auch die Arbeit des Hernalser Künstlers Daque wieder. Der Ursprung der gezeigten Malerei sind Frottagen,  Abreibungen von realen Orten, Plätzen in Landschaft, die zuerst noch reale Abbildungen in sich bergen, die uns der Künstler jedoch später verwehrt. Der Kunst- Kultur und Medienphilosoph Erwin Fiala (Karl-Franzens-Universität Graz) beschreibt seinen Zugang zu den Arbeiten von Daque über die Frage der Sichtweise:  

Ist dem Betrachter einmal bewusst, dass den Bildstrukturen ein reales Objekt zu Grunde lag, so provoziert der Künstler die Frage der Erkennbarkeit und Erscheinungsweise des realen Sujets gerade durch seine Verweigerung einer trivialen Erkennbarkeit des Ausgangsobjekts. Würde man die Motive „hinter“ den Bildformen einfach in traditionell naiv-realistischer Manier erkennen, man würde niemals bis zur Frage der Sichtweisen vordringen. So aber wird eine eindeutige Identifizierung verweigert und die materiale und chromatische Qualität der Bilder selbst kann zum Gegenstand und Motiv der Bildbetrachtung werden.

(Prof. Mag. Dr. Erwin Fiala)

Gerade diese Sichtweise, die in den Arbeiten von Daque durch künstlerische Verfremdung entsteht, wird durch die Anordnung der Objekte im Schaufenster zueinander konsequent weitergeführt. Zimmerpflanzen und exotische Palmen, die an sich für viele Betrachter nichts mit Kunst zu tun haben, aber dennoch Kunstobjekte der Natur darstellen, werden in der Ausstellung in Bezug zur Malerei gesetzt. Auf diese Weise entstehen zwischen den Objekten spannende chromatische Verbindungen. Die grüne Miniatur-Natur, vom Menschen zweckentfremdet und in Töpfen herangezüchtet, präsentiert sich dem Betrachter einerseits als farbliches Kunstobjekt und andererseits als künstlicher, pflanzlicher Vorhang, der nichts nach außen durchblicken lassen soll. Sowie wie der Künstler selbst sich der realen Daseinsform, dem verborgenen Objekt dahinter, verweigert und uns lediglich eine mögliche Sichtweise seiner Kunst präsentiert.

 

http://www.daque.eu